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EU-Kommission präsentiert Sozialpaket 2026

Mit dem Sozialpaket vom 6. Mai 2026 hat die Europäische Kommission mehrere Initiativen zur Stärkung sozialer Teilhabe sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung vorgestellt. Das Paket bündelt Maßnahmen in den Bereichen Armutsbekämpfung, Kinderrechte, Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie Wohnungs- und Obdachlosigkeit und setzt damit neue sozialpolitische Schwerpunkte auf europäischer Ebene.

EU-Strategie zur Bekämpfung von Armut

Zentraler Bestandteil ist die erstmals präsentierte EU-Strategie zur Bekämpfung von Armut. Die Strategie verfolgt einen lebensphasenübergreifenden Ansatz und verbindet Arbeitsmarktintegration, soziale Absicherung und leistbares Wohnen. Empfohlen werden unter anderem stärkere Unterstützungsangebote für Langzeitarbeitslose und benachteiligte Gruppen, Maßnahmen gegen Erwerbsarmut sowie ein besser koordinierter Zugang zu sozialen Dienstleistungen. Die Kommission weist zudem auf die steigende Armutsgefährdung älterer Menschen hin. Gleichzeitig betont sie die Notwendigkeit stärkerer Maßnahmen gegen soziale Isolation und Diskriminierung. Ergänzend kündigt die EU-Kommission Leitlinien zur Verbesserung der nationalen Anti-Armutsstrategien an. Sowohl bestehende EU-Mittel als auch die Ausgestaltung des neuen Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) sollen stärker auf soziale Maßnahmen ausgerichtet werden.

Stärkung der Europäischen Kindergarantie

Eine weitere Initiative des Sozialpakets ist die Stärkung der Europäischen Kindergarantie. Ziel ist es, Maßnahmen gegen Kinderarmut stärker mit sozial-, bildungs- und gesundheitspolitischen Ansätzen zu verknüpfen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau frühkindlicher Bildung und Betreuung, Verbesserungen beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Freizeitangeboten sowie zusätzliche Maßnahmen im Bereich psychische Gesundheit und Kinderschutz im digitalen Raum. Darüber hinaus kündigt die Kommission weitere Initiativen zur Unterstützung von Kindern in prekären Lebenslagen sowie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf an.

Weiterentwicklung der Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Teil des Sozialpakets ist zudem die Weiterentwicklung der Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bis 2030. Im Fokus stehen zusätzliche Maßnahmen zur Barrierefreiheit, digitale Teilhabe, inklusivere Bildungssysteme sowie die Förderung selbstbestimmten Lebens und politischer Beteiligung. Ergänzt werden diese Vorhaben durch Maßnahmen zur Verbesserung barrierefreier Mobilität und digitaler Dienstleistungen

Bekämpfung von Wohnungs- und Arbeitslosigkeit

Der letzte Teil des Sozialpakets ist die Empfehlung zur Bekämpfung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Die Kommission schlägt Präventionsmaßnahmen gegen Wohnungsverlust, den Ausbau von Housing-First-Modellen sowie Investitionen in leistbaren und sozialen Wohnraum vor. Darüber hinaus sollen Datenerhebung und Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten, Gemeinden und Sozialorganisationen verbessert werden.

Relevante Links

EU-Strategie zur Bekämpfung von Armut

Mitteilung zur Stärkung der Europäischen Kindergarantie

Weiterentwicklung der Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bis 2030

Ratsempfehlung zur Bekämpfung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit